Ab wann erkennt man die Hyperaktivität?

HyperaktivitätHyperaktivität – für manche nur ein Schlagwort, um auszudrücken, dass wohl offensichtlich in unseren Tagen eine Gesellschaftsform, ein Gesellschaftssystem existiert, dass Kinder, Jugendliche aber auch durchaus Erwachsene vielfach überfordert. Die grundsätzliche Ursache für Hyperaktivität ist in der Regel die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung auch ADHS genannt. Es ist bezeichnend, dass diese Erkrankung mit dem Eintritt ins Industriezeitalter beziehungsweise etliche Jahrzehnte später, aufgetreten ist und dokumentiert wurde.

Die Aufmerksamkeitsstörung zu erkennen, gestaltet sich relativ diffizil. Die minimale cerebrale Dysfunktion, auch Zappelphilipp-Syndrom oder psychoorganisches Syndrom genannte Krankheit äußert sich zuerst einmal im absolut gesteigerten Bewegungsdrang. So ist sogar die Bekleidungsindustrie darangegangen, spezielle Baby Mode zu entwickeln, die diesem Bewegungsdrang entgegenkommt. Der Symptomkomplex jedoch ist ausgesprochen umfangreich, die Beobachtungen, die Eltern zu machen meinen, können auch durchaus bei völlig normal entwickelten, gesunden Kindern zeitweilig auftreten. Gerade die Pubertät bietet hier ein weites Spektrum. Darum ist die Diagnose ausgesprochen schwierig. Vor einschneidenden Behandlungsmaßnahmen, mit Drogen wie Ritalin, sollte man also wirklich sichergehen. Im Zweifelsfall helfen Entspannungstechniken und natürliche Beruhigungsmittel wie Baldrian oder Johanniskraut. Auffallend bei ADHS–Geschädigten ist die massive Beeinträchtigung der Konzentrations- und Daueraufmerksamkeitsfähigkeit. Zusätzlich kommen eine merkliche innerliche Unruhe, Störungen der Impulskontrolle und eben dem ins Übertriebene gesteigerten Bewegungsdrang hinzu.

Ein Kind mit einem Aufmerksamkeitssyndrom hat große Schwierigkeiten mit Tätigkeiten, die nicht wirklich interessant sind, es neigt zur Tagträumerei, lässt es in allen Bereichen an Sorgfalt mangeln. Sollen irgendwelche Tätigkeiten organisiert und geplant werden, kommt es zu Problemen. Auffallend ist auch das häufige Verlieren von Büchern, Radiergummis, Bleistiften. ADHS-Geschädigte haben Schwierigkeiten, Gefahren einzuschätzen. Bei Kindern, die unter Hyperaktivität leiden, ist auch an der Lautstärke beim Spielen, im Gegensatz zu anderen Kindern, erkennbar, dass die Krankheit vorliegen könnte. Ganz im Allgemeinen haben diese Kinder Probleme mit leisen Beschäftigungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, zum Beispiel zu lesen.

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