Die Folgen eines Umzugs für Hyperaktive

Die Folgen eines Umzugs für HyperaktiveUmzüge mit Kindern sind selten einfach. Zumindest dann, wenn die Kinder noch jünger sind, hängen sie an ihrer vertrauten Umgebung und wehren sich deshalb oft gegen einen Umzug. Hyperaktive Kinder sollte man behutsam auf den Umgebungswechsel vorbereiten, damit die Trennung von Vertrautem nicht allzu abrupt erfolgt.

Stress für die Kinder

Für Eltern, aber auch für die Kinder bedeutet ein Umzug Stress. Selbst wenn Profis für den Umzug engagiert sind und auch die Umzugskosten keine Rolle spielen, ist ein Wohnungswechsel dennoch mit Aufregung und Strapazen verbunden. Stressbedingte Reaktionen, die Kinder bei einem Umzug zeigen können, sind beispielsweise Weinen, Schlafstörungen, Hyperaktivität oder Einnässen. Damit sich die Kinder langsam auf den Umzug vorbereiten können, hilft es mit ihnen über die neue Umgebung zu sprechen. Auch ein Anschauen vor Ort lohnt sich. So können die Kinder bereits einmal den neuen Kindergarten besichtigen, während die Schulkinder das neue Schulgebäude in Augenschein nehmen. Hilfreich ist es auch, wenn die Kinder mit in die Planungen einbezogen werden. So können sie – je nach Alter – für ihr neues Kinderzimmer die Tapeten aussuchen oder sich gar für eine neue Einrichtung entscheiden. Bei hyperaktiven Kindern sollte vor der Umzugsplanung ärztlicher Rat eingeholt werden, denn der vertraute Arzt, der das Kind seit langem kennt, weiß sicherlich Rat, wie der Umzug gut zu bewerkstelligen ist.

Eingewöhnung braucht Zeit

Genauso wie sich auch die Erwachsenen erst allmählich an die neue Wohnsituation gewöhnen müssen, brauchen auch die Kinder ihre Zeit. Am Tag des Umzugs sollten besonders kleine Kinder nicht mit all den Problemen am Umzugstag belastet werden. Sie sind besser bei einem Familienmitglied oder bei Freunden aufgehoben. Das Kinderzimmer sollte so schnell wie möglich eingerichtet werden, so dass sich das Kind, wenn es in die neue Umgebung kommt, gleich ein wenig zu Hause fühlt. Dennoch wird es einige Wochen dauern, bis sich die Kinder eingewöhnt haben. Gibt es jedoch auch nach mehr als acht Wochen noch gravierende Probleme, kann es hilfreich sein, sich professionelle Hilfe zu holen.

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