Die neuen Gesundheitskarten

GesundheitskarteIm Portemonnaie eines jeden Erwachsenen finden sich meist mehr als eine Handvoll kleine Plastikkarten mit verschiedenen Funktionen. Neben der normalen Bankkarte fürs Girokonto findet man hier die kostenlose Kreditkarte ohne Gebühren und bald darf auch eine Ausgabe der neuen Gesundheitskarten nicht fehlen. Diese lösen die im Jahr 1995 eingeführten Krankenversicherungskarten ab die als Speicher-Chipkarte dienten. Auf den neuen Gesundheitskarten lassen sich neben den persönlichen Daten eines Versicherten jedoch noch weitere Daten speichern und so kann man beispielsweise eine Arzneimitteldokumentation darauf festhalten.

Im laufenden Jahr 2011 sollen mindestens 10 Prozent der Versicherten damit ausgestattet werden. Da auf den neuen Gesundheitskarten viele verschiedene Daten abgespeichert werden können, sind hier neue Lesegeräte notwendig und in Teilen der Gesellschaft wurde die Einführung der Gesundheitskarte immer wieder stark kritisiert. Vor allem Datenschützer sehen in den Plastikkarten eine Gefahr, doch gleichzeitig wissen sie auch die positiven Seiten der gesammelten Daten von Versicherten zu schätzen. Da medizinische Fakten wie Therapien und Befunde darauf gespeichert werden können hat jeder Arzt einen wesentlich schnellen Zugriff auf die Informationen und damit kann eine Behandlung effizient gestaltet werden. Auch Doppeluntersuchungen können so vermieden werden, was die Kosten im strapazierten Gesundheitswesen spürbar senkt. Eine  Behandlung im Ausland kann dank der neuen Gesundheitskarte ebenfalls schneller umgesetzt werden, da alle notwendigen Informationen vor Ort aus dem Chip ausgelesen werden können. Bis alle in Deutschland bei einer Krankenkasse gemeldeten Personen ihre Gesundheitskarte erhalten haben, wird noch einige Zeit ins Land gehen und das System erfährt in der Zwischenzeit sicherlich noch einige Aufwertungen in Sachen Sicherheit und Datenschutz.

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