Hyperaktive suchen immer neue Herausforderungen

Hyperaktive suchen immer neue HerausforderungenDie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) macht sich meist schon im Kindesalter bemerkbar. Abhängig von der Ausprägung und der genetischen Vorgabe, kann sie mit dem Alter gänzlich verschwinden. Allerdings geschieht es auch, dass das die Störung in verschiedenen Ausprägungen bis in das Erwachsenenalter bestehen bleibt. Wie sich ADHS entwickelt, ist auch davon abhängig, wie das Kind aufwächst. In einer angemessenen Umgebung können Betroffene viele Talente ausprägen und sorgen nicht selten für enormes Erstaunen bei Eltern und Ärzten.

Auffällig ist bei Hyperaktiven, dass sie ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind. Das hat mehrere Gründe. Ihr natürliches, aufgedrehtes Verhalten macht es ihnen schwer, sich auf eine einzelne Sache zu konzentrieren. Sie wollen möglichst vielen Aktivitäten nachgehen. Dazu kommt das Bestreben, sich selbst und der Umwelt zu beweisen. Vor allem im voranschreitenden Alter begreifen Kinder oft, dass sie anders sind. Auch, wenn es sich nur um eine leichte Störung handelt, fühlen sich die Betroffenen benachteiligt. Dabei ist es vollkommen unabhängig, ob sie von anderen gesondert behandelt oder in ihrem Sein ohne Kommentare akzeptiert werden.

Den Kindern reicht das Wissen ihrer Störung, um eine maximale Leistung anzustreben. Oftmals handelt es sich bei Hyperaktiven um sehr sportliche Individuen. Im Sport-Unterricht und ihrer Freizeit versuchen sie, andere Kinder zu übertreffen. Schaffen sie es, fühlen sie sich akzeptiert und bestätigt. Viele Betroffene entfalten sich auch in anderen Bereichen wie der Musik und Kunst. Ihre Spontanität verleiht ihnen oft ein kreatives Denken und einen besonderen Einfallsreichtum. Eltern sollten keineswegs das Streben nach Herausforderungen unterbinden. Wenn sie etwas finden, worin sie andere übertreffen können, fühlen sich die Kinder normal und gut.

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