Kinder-Reha bei Hyperaktivität

Kinder-Reha bei HyperaktivitätNeben der medikamentösen Behandlung der Symptomatik des ADHS-Syndroms zählt eine immer größer werdende Zahl von Fachleuten auf die intensive therapeutische Behandlung.

Gerade bei Kindern aber ist eine starke Bindung an das soziale Umfeld, in dem sie aufwachsen, ausgesprochen wichtig. Man steht also vor dem Problem, eine Therapie nur dann erfolgreich durchführen zu können, wenn die Möglichkeit besteht, das Umfeld des kleinen Patienten aktiv mit einzubinden. Eine solche Möglichkeit besteht nur selten. Eine stationäre Behandlung außerhalb der Familie ist zwar durchaus möglich, aufgrund des mangelnden Therapieangebotes meist auch die einzige Möglichkeit, doch sie birgt schon die Ansätze der Deprivatisierung für den Kranken.

Kinder-Reha oder Therapie bei Hyperaktivität?

Eine Therapie, die zum Erfolg führen soll, muss bei dieser Krankheit immer ausgesprochen individuell angelegt sein. Die Behandlung betrifft schließlich das gesamte Leben des Patienten, es geht letzten Endes darum, seine Wahrnehmung der Wirklichkeit, seine Persönlichkeit nachhaltig zu verändern. Es ist also eine sogenannte multimodale Therapie anzuwenden, die gleichzeitig medikamentöse Therapie und Verhaltenstherapie sein muss, aber auch auf Maßnahmen im sozialen und pädagogischen Bereich nicht verzichtet.

Die Medikation erfolgt in der Regel mit Stimulanzien und Antidepressiva. Diese Mittel beeinflussen die Produktion von sogenannten Katecholaminen, also Botenstoffen. Dies sind vor allem Nodrenalin und Dopamin, die den Antrieb steuern sowie Serotonin für die Impulsivität. Liegt ein Ungleichgewicht dieser Botenstoffe vor, äußerst sich dies in Form von ADHS. Eine medikamentös zu behandelnde Ursache von ADHS also. In den meisten Fällen aber ist die körperliche Erkrankung nur eine Teilerscheinung des Krankheitsbildes. Die Komplexität des Krankheitsbildes wird auch deutlich, wenn wir sehen, dass Neuroleptika zur Anwendung kommen, hochwirksame Antidepressiva.

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