Mein Kind ist hyperaktiv – was tun?

Mein Kind ist hyperaktiv - was tun?

Wenn der eigene Nachwuchs ein echter Zappelphillipp ist und sich im Alltag kaum bändigen lässt, stehen Eltern häufig ratlos daneben und müssen sich von verschiedenen Seiten Unvermögen in Erziehungsfragen vorwerfen lassen. Die Situation Zuhause wird dadurch noch verschärft und weitere Probleme entstehen. Doch was sollen Eltern tun, wenn sie den Verdacht haben, dass ihr Kind hyperaktiv ist?

Informationen sammeln

Das Internet ist eine schier unerschöpfliche Quelle, die Informationen zu allen Themen liefern kann. Über Hyperaktivität gibt es im Netz mehr als eine Million Treffer und natürlich sind nicht alle Webseiten wirklich informativ und liefern gute Anhaltspunkte und vor allem in den Foren werden Meinungen vertreten, die niemandem helfen. Es gibt aber auch Quellen, die sachlich und informativ über Hyperaktivität berichten. Fallbeispiele können Eltern helfen ihr Kind wiederzuerkennen und eine Liste mit Verhaltensweisen oder ein Online-Test können weitere Anhaltspunkte liefern. Wenn sich der Verdacht durch die detaillierten Informationen verhärtet, sollte im nächsten Schritt ein kompetenter Ansprechpartner gefunden werden.

Die Arztwahl kann entscheidend sein

Der Hausarzt ist zwar bei alltäglichen Problemen der erste Ansprechpartner, doch bei einem Verdacht auf Hyperaktivität kann er heillos überfordert sein. Die Eltern sollten sich daher nur an ihn wenden, um Kontaktadressen von Spezialisten zu erhalten oder sich selbst auf die Suche nach geeigneten Ärzten und Kliniken machen.  Hier können die unzähligen Foren im Netz durchaus hilfreich sein, denn nicht alle kompetenten Ansprechpartner verfügen über eigene Webseiten. Im Forum lassen sich Kliniken erfragen, die nicht zu weit weg vom Wohnort liegen und häufig können andere Betroffene von ihren Erfahrungen dort berichten, was die Wahl erleichtern kann. Ist der geeignete Arzt gefunden, gilt es Ruhe zu bewahren, denn auch wenn die Diagnose Hyperaktivität eindeutig gestellt werden kann, muss nicht zwingend eine Behandlung mit Medikamenten erfolgen.

Bei der Therapie können Eltern selbst mitwirken

Hyperaktive Kinder neigen zu Wutausbrüchen, weil sie mit sich selbst unzufrieden sind und wenn Eltern eine schwierige Situation noch anheizen, kann sie völlig entgleisen. Eltern sollten daher lernen mit der Störung ihres Kindes umzugehen und ein Elterntraining kann dabei eine entscheidende Hilfestellung geben. Das Kind selbst erlernt neue Verhaltensweisen und auch die Eltern müssen sich oft ändern, wenn eine Verhaltenstherapie Erfolge zeigen soll. Kleinere Rückschläge sind normal und dürfen nicht überbewertet werden, denn die Erfolgsaussichten sind gut und das Ziel ist schließlich ein erfülltes Leben mit der Hyperaktivität, aber ohne Medikamente.

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