Schwächen mit den Augen des Kindes sehen

Schwächen mit den Augen des Kindes sehenKinder erleben die Welt anders als Erwachsene. Sie machen sich ein eigenes Bild von ihrer Umgebung und frei von Vorurteilen oder schlechten Erfahrungen sieht dieses Bild meist anders aus als das von Erwachsenen. Kinder empfinden Schwächen weniger belastend, denn sie überblicken noch nicht, welche weitreichenden Folgen eine Schwäche haben könnte. Sie gehen daher gelassener damit um und verstehen die Aufregung der Erwachsenen meist nicht. Das macht sie unsicher und wer unsicher ist, hat es schwer die eigenen Schwächen erfolgreich zu bekämpfen.

Wenn Eltern lernen, die Probleme der Kinder mit deren Augen zu betrachten, stellt sich eine Erleichterung für alle Beteiligten ein. Doch es ist alles andere als einfach, die Erfahrungswerte außer Acht zu lassen und die Welt wieder mit Kinderaugen zu sehen. Das Beobachten des Kindes im Alltag ist eine gute Möglichkeit zu lernen, wie Kinder ihre Welt sehen. Oft empfinden sie es weniger schlimm, wenn sie bestimmte Tätigkeiten nur schwer erlernen und sie empfinden eine große Freude, wenn die kleinen Dinge des Alltags gut klappen. Positive Verstärkung ist keine Erfindung der Psychologen, sie funktioniert ganz automatisch, wenn wir es zulassen. Und wer positiv denkt, kann die nächsten Aufgaben mit mehr Elan und Energie angehen. Rückschläge werden weniger schlimm empfunden, wenn die Erwartungen nicht zu groß waren und wenn Kinder ihrem eigenen Rhythmus folgen wollen, sollten sie nicht immer davon abgebracht werden.

Kinder, bei denen ADS oder ADHS diagnostiziert wurde, haben meist bereits einige Verhaltensmuster entwickelt, die der Reizfilterschwäche entgegen wirken sollen und nicht alle sind falsch. Wenn Eltern von betroffenen Kindern aufmerksam zusehen, wie ihre Kinder mit der Schwäche umgehen, können sie vieles lernen und zusammen lassen sich Strategien entwickeln, die das Leben mit der physischen Störung erleichtern.

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