Selbsthilfegruppen ADHS – Hilfen von und mit Betroffenen

Fällt beim Arztbesuch der Begriff ADHS, sind die meisten Eltern geschockt und müssen die Diagnose erst einmal verarbeiten. Auch wenn bereits im Vorfeld der Verdacht bestand, so ist die eindeutige Diagnose trotzdem ein fast unerwarteter Schock. Bewaffnet mit Broschüren und Adressen verlässt die Familie die Praxis und Zuhause beginnt man langsam, das Gehörte zu verarbeiten. Die Probleme im Alltag waren natürlich vorher schon da, doch jetzt eröffnen sich mehrere Möglichkeiten mit der Störung umzugehen und Eltern, die ihren Alltag mit ADHS gestalten und planen wollen, erhalten an vielen Stellen Hilfe.

Selbsthilfegruppen sind eine gute Anlaufstelle, denn hier helfen Betroffene sich gegenseitig und man kann bei vielen Problemen auch aktive Hilfe erhalten. Auf der Seite www.adhs-deutschland.de können sich Betroffene über viele nützliche Informationen freuen, aber auch Fortbildungsveranstaltungen und andere aktive Maßnahmen kann man von hier aus in Anspruch nehmen. Selbsthilfegruppen vor Ort zu finden, ist mit dem Verband des gemeinnützig arbeitenden Selbsthilfevereins eine einfache Angelegenheit und auch per E-Mail kann man hier Hilfe finden. Die Adressen verschiedener Landesgruppen sind gelistet und auch eine Ärzteliste wurde online gestellt. Der Verband orientiert sich nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand und betroffene Familien finden hier tatkräftige Unterstützung.

Aber auch Foren und andere Internetseiten, die sich mit dem Thema ADHS beschäftigen, können echte Hilfe anbieten, denn wenn Betroffene selbst diskutieren, fühlen sich alle verstanden und unterstützt. Therapieerfolge werden besprochen und neue Ideen eingebracht, Erfahrungen ausgetauscht und neue Ansätze entwickelt. Der Umgang mit ADHS bedeutet auch oft, dass Medikamente eingenommen werden sollen und auch darüber diskutieren Betroffene in Selbsthilfegruppen überall in Deutschland. Familien, in denen ein Mitglied von der physischen Störung betroffen ist, müssen also nicht allein mit den täglichen Problemen fertigwerden und die gegenseitige Unterstützung gibt vielen Betroffenen neuen Mut, das Leben trotz ADHS wieder positiv zu sehen und die Potentiale in sich als ADHS-Menschen zu sehen.

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