Sind Designermöbel bei ADHS tabu?

Sind Designermöbel bei ADHS tabu?Wer ein Kind mit ADHS oder, wie der Volksmund es ausdrücken würde, einen „Zappelphillip“ zu Hause hat, für den sind Designermöbel tabu. Schließlich würde der ständige Bewegungsdrang und die Unruhe des Kindes sicherlich beispielsweise durch umgeschüttete Gläser, kleinere Unfälle oder sonstiges irgendwann dazu führen, dass die teuren Designermöbel schottreif wären und eine Neuanschaffung nötig würde. Doch eigentlich ist eine solche Denkweise nicht vorausschauend genug. Heute spricht nichts mehr dagegen, dass sich auch eine Familie, in der Kinder an ADHS leiden, sich in Form hochwertiger Designermöbel etwas Gutes tut. Denn so, wie viele Klischees über „Zappelphilippe“ inzwischen längst überholt sind, so gibt es auch viele vermeintliche Fakten über Designermöbel, die einfach nicht mehr stimmen.

Designermöbel müssen nicht mehr teuer sein. Denn gerade im Zeitalter des Internet und der Globalisierung können auch qualitativ hochwertige und schöne Designermöbel zu Preisen angeboten werden, die selbst für Großfamilien erschwinglich sind. Ein Blick ins Internet kann hier wahre Wunder wirken.

Designermöbel gehen mit Sicherheit nicht schneller kaputt als alle anderen Möbel. Egal, ob ein hyperaktives Kind im Haus lebt und manchmal etwas schnelle Dinge zu Bruch gehen oder nicht. Ganz im Gegenteil. Denn Designermöbel werden grundsätzlich aus hochwertigeren Materialien gefertigt und sorgfältiger verarbeitet, als beispielsweise billige Möbel aus Massenproduktion. So finden unter anderem weniger Sperrholzplatte und mehr echtes Vollholz Verwendung. Und auch die Stoffbezüge, die für Designermöbel eingesetzt werden, sind deutlich langlebiger und pflegeleichter als so manche ihrer auf den ersten Blick preisgünstigeren Artverwandten. So halten Designermöbel so manch einem Wutanfall, der durch die niedrigere Frusttoleranzgrenze hyperaktiver Kinder ausgelöst werden kann, stand. Und dabei spart man sich als Eltern viel Arbeit durch Reinigung oder ähnliches, wenn beispielsweise die Stoffbezüge der schicken Designermöbel einfach abziehbar und waschbar sind oder ein simples Abwischen mit einem feuchten Lappen aufgrund innovativer Beschichtungen bereits ausreichend ist.

Außerdem kann eine harmonische und als schön sowie angenehm empfundene Umgebung sogar zur Entspannung des hyperaktiven Kindes beitragen. Eine unruhige, chaotische Einrichtung führt schließlich selbst bei nicht erkrankten Menschen zu einem unguten Gefühl. Kinder, die an ADHS leiden, können diese visuelle Unruhe noch einmal stärker empfinden. Außerdem sollten auch Eltern sich mit schönen Dingen, zu denen Designermöbel nun einmal gehören, umgeben. Denn wer selbst ausgeglichen und zufrieden ist, der hat auch mehr Kraft und Geduld im Umgang mit seinen Kindern, was der Harmonie in der gesamten Familie zuträglich sein kann.

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