
· Der Sitzplatz des Jugendlichen mit ADD ist genauso entscheidend wie der des Kindes mit ADD. Er sollte immer ganz vorn sitzen, weit weg von ablenkenden Dingen wie Fenstern, Geräten und auch Mitschülern, die ihn provozieren.
· Wenn möglich, sollten längere mündliche Anweisungen immer durch eine kurze schriftliche Notiz festgehalten werden. Hat der Schüler die Anweisung nicht nur gehört, sondern auch gelesen, wird er besser in der Lage sein, sie zu verstehen. Außerdem kann er jederzeit auf sein Papier zurückgreifen, falls er die Aufgabe vergessen hat.
· Erlauben Sie dem Schüler und ermutigend sie ihn, Unterrichtsstunden auf Tonträger mitzuschneiden; besonders vor größeren Prüfungen ist dies für ihn wichtig und sinnvoll. Falls es dem Schüler unangenehm oder peinlich sein sollte, können auch Sie den Mitschnitt machen.
· Vielfach unterteilte Anweisungen werden von ADD Schülern oft nicht richtig verstanden. Solche Anweisungen sollten von Bemerkungen wie "Hören alle zu? Dies ist besonders wichtig...!" kenntlich gemacht werden. Danach sollten die Anweisungen langsam und deutlich erfolgen. Auch hier ist es wieder sinnvoll, Blätter mit einer Zusammenfassung auszuhändigen, eventuell können Sie auch speziell beim Schüler nachschauen.
· Gehen Sie sicher, dass die Erklärungen nicht eilig, sondern klar ausgedrückt werden.
· Versuchen Sie eventuell, das Gesagte in anderer Weise zu wiederholen, wenn der Schüler es nicht verstanden zu haben scheint.
· Halten Sie Anweisungen knapp und einfach und "verstecken" Sie keine Aufgabenstellungen in einer stundenlangen Predigt.
· Wenn es geht, zeigen Sie an einem Beispiel, wie die Schüler arbeiten sollen.
· Legen Sie wichtige Dinge auf den Anfang der Stunde, die Aufmerksamkeitsdauer des ADD Schülers ist dann noch am größten.
· Erklären Sie genau, was zur Fertigstellung bestimmter Arbeitsaufträge notwendig ist. Erwähnen Sie, wo für sie im speziellen Noten vergeben werden.