Zappelbeine im Bett – die RLS Symptomatik

Unter der Bezeichnung „Restless-Legs-Syndrom“ (zu Deutsch: Syndrom für ruhelose Beine; Abkürzung: RLS) wird eine neurologische Erkrankung verstanden, bei der in den Beinen und Füßen – in manchen Fällen auch in den Armen – ein Bewegungsdrang besteht, der oftmals zu unwillkürlichen Bewegungen führt. Am 10. September 2011 beschloss die „International Restless Legs Study Group, die Krankheit in „Willis Ekbom disease“ umzubenennen. Die Anzeichen der Krankheit erkannte erstmals Thomas Willis im 17. Jahrhundert, der Name „Restless Legs“ wurde vor allem von Karl Ekbom im Jahr 1945 – einem Neurologen aus Stockholm – geprägt.

Bewegungsdrang in den Beinen

Das Restless-Legs-Syndrom verursacht bei den Erkrankten in Zuständen der Ruhe – beispielsweise im Bett – unangenehme Gefühle in den Beinen beziehungsweise Füßen in Form eines Ziehens, Kribbelns sowie Spannens oder aber durch Schmerzen, wodurch der Drang, entsteht, die entsprechenden Muskeln anzuspannen oder aber sich zu bewegen. Entweder treten die genannten Symptome lediglich in der Nacht auf oder aber diese sind zumindest zu besagter Zeit deutlich stärker ausgeprägt wie am Tag. Durch Muskeltätigkeit wird eine sofortige Linderung der RLS Symptome erreicht, doch bereits in der nächsten Ruhephase kehren diese in der Regel wieder zurück. Darüber hinaus gehört oftmals periodisches Zucken der Beine oder Arme während des Schlafs zu den Begleiterscheinungen des RLS – diese sind den Patienten jedoch nicht bewusst. In seltenen Fällen treten besagte Bewegungen zudem im wachen Zustand auf.

Schlaf wird durch Symptome gestört

Im Schlaf führen die angesprochenen Zuckungen nicht selten zu Störungen des Schlafs, da diese ein wiederholtes kurzes Aufwachen verursachen können. Überhaupt werden die Betroffenen durch die Unruhe in den Gliedmaßen und dem dadurch bedingten Bewegungsdrang oftmals daran gehindert, ein- beziehungsweise die Nacht über durchzuschlafen, weshalb bei den RLS-Patienten Schlafmangel stark ausgeprägt sein kann, der sich in Form von chronischer Müdigkeit, Erschöpfung, Störungen der Konzentration oder Vergesslichkeit bemerkbar macht. Das RL-Syndrom wird in der Regel von einem Nervenarzt diagnostiziert; bei ausgeprägten Symptomen wird daraufhin eine medikamentöse Therapie begonnen.

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