ADHS durch Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt erkennen

ADHS durch Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt erkennenDer Arzt kann durch ein Gespräch mit dem potenziellen Patienten, einer Blutuntersuchung und weiteren einfachen Verfahren zum Ausschluss von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Schilddrüsenüberfunktion, durchaus die Diagnose ADHS stellen. Er wird nun in der Regel an einen Neuropädiater überweisen. Mit weitergehenden Untersuchungen kann dieser die Diagnose bestätigen und ist in der Lage, eine ungefähre Richtung für eine therapeutische Behandlung vorzugeben. Diese Behandlung sollte immer möglichst breit gefächert sein. Je früher eine besorgniserregende Tendenz erkannt wird, je früher also psychotherapeutische Ansätze zur Anwendung kommen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Jedoch können selbst eine Vorsorgeuntersuchung und präventive Maßnahmen den Ausbruch einer vorhandenen Krankheit nicht immer verhindern, zu vielfältig sind die möglichen Ursachenherde, die sozialen Umstände, zu schwer beeinflussbar.

Die allein medikamentöse Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung leiden, ist durchaus umstritten. In erster Linie sind wohl die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin für die Störungserscheinungen verantwortlich. Die in einem normalen Körper ausbalancierte Menge dieser Botenstoffe ist bei einem ADHS-Kranken aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann körperliche Ursachen haben, genauso aber durch seelische oder einfach soziale Belastung ausgelöst sein.

Die Medikamente, am bekanntesten sind Methylphenidat und Risperidon, fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und sollen nach Meinung der Kritiker in erster Linie den betroffenen Eltern helfen, deren kranke Kinder nun wesentlich ruhiger und leichter zu behandeln sind. Dies steht im Widerspruch zu der Tatsache, dass sich durch die Medikation wirklich Steigerungen der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ergeben. Jedenfalls berichten Eltern übereinstimmend, die familiäre Situation und damit auch die psychosoziale Umgebung des Kranken habe sich durch die Einnahme des Medikaments positiv geändert.

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