ADHS Leitlinien

ADHS Leitlinien

Da die Wissenschaft in Bezug auf die Ursache für ADHS immer wieder neue Kenntnisse gewinnt und Diagnose wie Behandlung an die neuen Erkenntnisse angepasst werden, arbeiten die Fachärzte mit ADHS Leitlinien, die regelmäßig aktualisiert werden.

Was steht in den Leitlinien?

Während man vor hundert Jahren noch keinen Unterschied zwischen ADHS und Hyperaktivität machte, ist die Wissenschaft heute schon einige Schritte weiter. Es gibt Unterscheidungsmöglichkeiten, die nicht nur dem medizinischen Fachpersonal eine Diagnose und damit die Einleitung der richtigen Therapie erleichtern, sondern auch Möglichkeiten für Laien eine Störung zu erkennen. Die ADHS Leitlinien enthalten eine genaue Definition und Basisinformationen zu ADHS und gleichzeitig werden Hinweissymptome festgehalten, die auch nach dem Lebensalter des Betroffenen klassifiziert werden. Des Weiteren werden in den Leitlinien natürlich Behandlungsansätze festgehalten und eine Zusammenstellung diagnostischer Verfahren wird ebenfalls beschrieben.

Wozu dienen die ADHS Leitlinien?

Die Dokumente sollen unter anderem das Erstellen der richtigen Diagnose erleichtern. Da ADHS in verschiedenen Schweregraden auftritt und sehr unterschiedliche Verläufe nehmen kann, fällt es auch Experten oft schwer, die richtigen Schlüsse zu ziehen. In den ADHS Leitlinien wird nicht nur eine umfassende Anamnese beschrieben, sondern es werden auch klinische Untersuchungsbefunde eingefordert. Zudem verlangen die Leitlinien eine Verhaltensbeobachtung über einen längeren Zeitraum und sie liefern auch zum Thema Fragebögen für ADHS-Betroffene die neuesten Erkenntnisse. Videoaufzeichnungen, Blutuntersuchungen und testpsychologische Untersuchungen sollen laut den Leitlinien die Vorgehensweise nach der Indikation bestimmen und zusätzlich wird die Ausschlussdiagnostik gefordert, damit andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Mit der Nachweisdiagnostik, einem weiteren Punkt in den ADHS Leitlinien, soll dann nachgewiesen werden, dass die Störung vorliegt und gleichzeitig  kann der Typ der Krankheit identifiziert werden. Diese umfassenden Schritte sind notwendig, damit eine individuell passende Therapie für die Betroffenen erstellt werden kann und keine Fehldiagnosen gestellt werden.

Die ADHS Leitlinien verlangen Genauigkeit

Ärzte, die die Diagnose ADHS stellen, müssen ihre Erkenntnis anhand der Leitlinien auch belegen können. Unruhe und Konzentrationsprobleme allein reichen nicht aus um eine gesicherte Diagnose stellen zu können und die Leitlinien schreiben genau vor, nach welchen aktuellen Erkenntnissen eine möglichst sichere Diagnose gestellt werden kann. Damit steht fest, dass ein einmaliger Besuch bei einem Arzt keine eindeutige Diagnose bringen kann, denn auch der Fachmann muss verschiedene Aspekte beachten und den Betroffenen über einen längeren Zeitraum beobachten, damit er eine gesicherte Diagnose stellen kann.

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