ADHS und Schule

ADHS und Schule

Kinder und Jugendliche mit ADHS leiden bereits Zuhause meist sehr unter ihrer Störung und die ganze Familie fühlt sich gestresst und ständig unter Druck gesetzt. In der Schule wird ADHS aber noch zu einem größeren Problem, denn dann muss nicht nur der Betroffene selbst mit seiner Störung klarkommen, sondern auch die Mitschüler und Lehrer.

Beklemmende Geschichten über Schule und ADHS

Wie bei AIDS halten sich auch bei ADHS hartnäckig viele Lügen. In den Schulen empfindet man ADHSler einfach als Störfaktor, der ruhiggestellt werden muss, damit die Klasse lernen kann oder die Mitschüler sehen, dass einer ihrer Kameraden nachsichtiger behandelt wird, weil er krank ist. In beiden Fällen leidet der Betroffene sehr, denn keine der beiden Verhaltensweisen unterstützt ihn wirklich. Eher fühlt er sich ausgegrenzt und nicht ernstgenommen und damit wird sein auffälliges Verhalten noch intensiviert. Liest man die Geschichten von ADHSlern, bei denen die Störung erst spät diagnostiziert wurde, so wird schnell deutlich, dass sie einen langen Leidensweg hinter sich haben und auch wenn die Krankheit früh erkannt und behandelt wurde, bedeutet das nicht, dass alle Probleme im sozialen Umfeld sofort verschwinden. Akzeptanz und Verständnis, verbunden mit der richtigen Menge an Förderung und Aufmerksamkeit müssen vom Umfeld geboten werden, damit sich etwas verändern kann und das passiert häufig nicht über Nacht.

Offen mit der Störung umgehen und falsche Scham vergessen

Sobald ein Kind anders ist als andere und damit auffällig, fühlen sich die Eltern wie Versager. Dabei ist längst bekannt, dass nicht jede Verhaltensauffälligkeit durch eine falsche Erziehung begründet werden kann und in vielen Fällen die Ursachen ganz woanders zu finden sind. Trotzdem zucken Eltern zusammen, wenn sie ADHS hören und auch in der Schule will man mit diesem schwierigen Thema nichts zu tun haben. Offenheit wäre aber der bessere Weg und Eltern deren verhaltensauffällige Kinder unter ADHS leiden, sollten auch in der Schule Klartext reden und Aufklärung verlangen. Nur wenn mit dem Thema offensiv umgegangen wird, kann die Gesellschaft sich weiterentwickeln und das ist unbedingt notwendig, wenn eine psychische Störung, die sich in den meisten Fällen gut behandeln lässt, endlich nicht mehr den Ausschluss aus der Gesellschaft bedeuten soll.

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