ADHS Zahlen

ADHS Zahlen

Zahlen und Statistiken zeigen oft überdeutlich, wie groß ein Problem wirklich ist und auch bei ADHS gibt es viele Fakten und Zahlen, die nachdenklich stimmen. Beispielsweise nahm man 2008 noch an, dass etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche unter ADHS leiden. Heute schätzt man, dass diese Zahl schon lange überholt ist und der Grund dafür auch in der verbesserten Diagnostik zu finden ist. Eine Umfrage, die 2010 unter Eltern durchgeführt wurde, deren Kinder zwischen 11 und 17 Jahre alt waren, belegte, dass gut 27 Prozent der Eltern ihre Kinder als insgesamt auffällig bewerten und auch das ist nur eine Zahl. ADHS Zahlen können aber nur eingeschränkt verdeutlichen, wie sich die Störung auf die moderne Gesellschaft auswirkt und daher müssen alle Angaben genauer durchleuchtet werden.

Die Zahl der Betroffenen steigt

Berichte von Krankenkassen zeigen, dass immer mehr Jugendliche und Kinder unter ADHS leiden und behandelt werden. Von 2004 bis 2007 ist die Zahl der Diagnosen um 50 Prozent gestiegen, wie ein Bericht der KKH verdeutlicht. Diese Zahlen können aber nicht vermitteln, ob die Zahl der Betroffenen tatsächlich steigt oder lediglich die verbesserte Diagnostik zu ihrem Anstieg geführt hat. Damit gibt bereits die Zahl der Erkrankungen ausreichend Anlass zu Spekulationen und damit wird erneut in Frage gestellt, ob die bisherigen Erkenntnisse bereits ausreichen, um Ursache und Wirkung nachvollziehen zu können.

Mehr Jungen als Mädchen sind betroffen

Jungen erkranken wesentlich öfter an ADHS als Mädchen, im Schnitt dreimal so oft. Experten gehen davon aus, dass 2 bis 6 Jugendliche von 100 von der Störung betroffen sind. Dass Mädchen weniger betroffen sind, kann aber auch daran liegen, dass sie eher ADS haben und diese Form der Störung weniger auffällt, da die Betroffenen sich ruhig verhalten und eher verträumt wirken, während ADHSler laut sind und in einer Gruppe schnell auffallen.

Zwei bis drei Prozent der Erwachsenen leiden unter ADHS

Experten schätzen, dass etwa zwei bis drei Prozent aller Erwachsenen in Deutschland Konzentrationsprobleme haben und unter Aufmerksamkeitsstörungen leiden. Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass ADHS nach der Pubertät nachlässt und erst neuere Erkenntnisse belegen das Gegenteil. Erwachsene mit ADHS haben oft bereits Bewältigungsstrategien entwickelt um in der Gesellschaft weniger aufzufallen und daher ist die Dunkelziffer hier sicherlich noch höher.

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