ADS Betroffenen fehlt Dopamin, aber was ist Dopamin?

ADS Betroffenen fehlt Dopamin, aber was ist Dopamin?

ADS ist eine Stoffwechselstörung, bei der ein Botenstoff im Gehirn fehlt – das Dopamin. Der Neurotransmitter erregt oder hemmt Nervenzellen im Gehirn und die größte Ansammlung im gesunden, menschlichen Gehirn befindet sich im Mittelhirn (Substantia nigra). Der Botenstoff erfüllt mehrere Aufgaben und noch sind nicht alle seine Funktionen vollständig erfüllt.

Die unbewusste Motorik wird über Dopamin gesteuert

Für das extrapyramidale Nervensystem ist Dopamin ein maßgeblicher Stoff. Er steuert die unbewussten Bewegungsabläufe oder automatisierte Bewegungen. Das Pendeln der Arme beim Gehen wird über diesen Teil des Nervensystems gesteuert, aber auch die automatisierten Bewegungen beim Autofahren oder Laufen.

Dopamin ist auch ein Glückshormon

Eine vermehrte Ausschüttung von Dopamin führt zu Freude, Glücksgefühlen und Zuversicht. Drogen, die zu einer verstärkten Wirkung von Dopamin führen, sind beispielsweise Alkohol, Opiate und Benzodiazepine. Koffein und Nikotin führen ebenfalls zu einer erhöhten Dopaminausschüttung.

Die Wahrnehmung wird durch Dopamin beeinflusst

Wahrnehmung und Gefühle werden ebenfalls über Dopamin gesteuert. Der Anteil der bewussten Wahrnehmung bei einem gesunden Menschen betrifft etwa 10 Prozent aller Reize und Eindrücke, die gerade vorhanden sind. Ein Mangel an Dopamin führt dann dazu, dass wesentlich mehr Reize bewusst wahrgenommen werden und die Filterfunktionen des Gehirns nicht mehr optimal arbeiten können was im Umkehrschluss zu vermehrten Aufmerksamkeitsstörungen führt.

Das Gleichgewicht zwischen Noradrenalin und Dopamin ist bei ADHS gestört

Eine Waage, auf der unterschiedliche Gewichte stehen, kann sich nicht auspendeln. Sie neigt sich immer auf die schwerere Seite. Die Signalübertragung im Gehirn ist ebenfalls auf mehr als einen Stoff angewiesen und bei einem gesunden Menschen sind die Botenstoffe dazu im Gleichgewicht. Bei ADHS-Patienten ist Dopamin nicht in ausreichender Menge vorhanden um Informationen von einer Nervenzelle zur anderen zu transportieren und Noradrenalin, ebenfalls eine Überträgersubstanz, kann dann die Folgen der fehlerhaften Übertragung nicht ausgleichen.

Was bewirken Psychostimulanzien bei ADHS?

Die lokale Unterversorgung mit Dopamin im Gehirn kann durch die Gabe von Medikamenten ausgeglichen werden. Psychostimulanzien bewirken, dass die Konzentration von Dopamin im Gehirn erhöht wird und dadurch können die Informationen besser weitergeleitet werden. Die Patienten werden ruhiger, können sich besser konzentrieren und das Gehirn wird zu mehr Aktivität angeregt. Methylphendiat gehört zu den Betäubungsmitteln und ist daher rezeptpflichtig. Da der Wirkstoff einige Nebenwirkungen mit sich bringt, werden noch immer Behandlungsmöglichkeiten gesucht, die weniger unerwünschte Wirkungen erzielen.

 

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