ADS/ADHS-Kurse: ADS und Hausaufgaben – So geht es besser

ADS/ADHS-Kurse: ADS und Hausaufgaben - So geht es besser

Die Hausaufgaben sind für die meisten Kinder mit ADHS ein wahrer Graus und auch die Eltern erwarten mit Schrecken die Nachmittagsstunden nach der Schule. Die betroffenen Kinder schieben die Aufgaben vor sich her und finden keinen Anfang, doch die Eltern können ihren Nachwuchs durch bestimmte Maßnahmen unterstützen, ohne gleich Streit und Diskussionen aufkommen zu lassen.

Ablenkungen abstellen

Da Kinder mit ADHS sich leicht ablenken lassen, sollte vor den Hausaufgaben dafür gesorgt werden, dass weder das Telefon noch die Haustürklingel stören können. Jüngere Geschwister sollten in einem anderen Raum spielen und der Tisch darf nicht am Fenster stehen, da im Freien viele Störquellen lauern. Manche Kinder stört auch eine bunte Schreibunterlage und dann sollte auch sie einfach entfernt werden. Wurden alle Störquellen beseitigt, kann die Arbeit beginnen.

Anlaufzeit und Aufgabenplanung

Die Hausaufgaben sollten immer an dem Tag erledigt werden, an dem sie aufgegeben wurden. Ein fester Plan kann hier helfen, wenn er konsequent umgesetzt wird. Die meisten Kinder mit ADHS brauchen eine Anlaufzeit für die Hausaufgaben. Hier sollte nicht mit Bitten, Schimpfen oder gar Drohen agiert werden, sondern mit einer liebevollen, aber bestimmten Aufforderung. Das Kind muss spüren, dass Hausaufgaben selbstverständlich sind und keine Strafe. Da für Kinder mit ADHS ein Lob doppelt wichtig ist, sollte das Kind mit einer leichten Aufgabe beginnen. Dann erst folgen die schwierigeren Aufgaben und am Ende der Hausaufgaben sollte wieder eine leichte Aufgabe stehen. So gehen die Kinder mit einem guten Gefühl an die Aufgaben heran und auch mit einem positiven Gedanken wieder aus der Situation heraus. Besonders umfangreiche Aufgaben sollten in Teilbereiche ausgeschlüsselt werden, denn jeder gelöste Schritt bringt positive Energie.

Bewegung und Musik zulassen – Protest unkommentiert lassen

Viele Kinder mit ADHS sind stark hyperaktiv und für sie ist das Sitzen eine Qual. Wer in Bewegung besser denken kann und die Aufgaben schneller löst, sollte nicht auf den Stuhl gezwungen werden. Das gilt auch für Musik. Sie wird oft nicht als Ablenkung empfunden und die Kinder sind aufnahmefähiger, wenn leise Musik läuft. Wenn die Ergebnisse der Aufgaben stimmen, sollte die Musik kein Streitpunkt sein und erlaubt werden. Kinder mit ADHS lenken immer wieder von ihren Aufgaben ab und wollen auch die Eltern davon abbringen. Hier muss jeder Protest und jedes Ablenkungsmanöver konsequent ignoriert werden, auch wenn ruhig bleiben hier vor allem in den ersten Wochen schwer werden kann.

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