Buchrezension: Zwanghaft zerstreut oder Die Unfähigkeit, aufmerksam zu sein

Wer selbst mit ADS leben muss oder in seinem persönlichen Umfeld einen Menschen hat, der davon betroffen ist, erhält mit diesem Buch einen wertvollen Ratgeber, der vor allem praxisorientiert ist. Humorvoll und leicht verständlich geschrieben, finden sich viele Betroffene in den Zeilen wieder und die praxisnahmen Fallbeispiele von Erwachsenen und Kindern ermöglichen auch einen ganz persönlichen Rückblick in die eigene Kindheit. Doch nicht nur wenn ADS oder ADHS bereits diagnostiziert wurden, kann das Werk hilfreich sein, denn häufig erschweren zwar die Symptome der neurologischen Störung den Alltag, doch die Betroffenen wissen nicht genau, was mit ihnen nicht stimmt und mit Hilfe des Buchs werden für viele Probleme konkrete Ursachen gefunden.

Betroffene erkennen sich wieder, Freunde und Familie entwickeln Verständnis

Ein Leben mit dem neurologischen Problem, das nicht nur Konzentrationsschwierigkeiten mit sich bringt, beeinflusst den Alltag stark. Die Autoren des Buchs beschreiben in ihrem Werk alltägliche Situationen, in denen sich ADS besonders bemerkbar macht und viele von der Störung betroffene Personen erkennen sich in jeder Zeile davon wieder. Doch das Buch hilft nicht nur beim Erkennen der Lage, sondern bietet auch eine ADS-Checkliste und viele Tipps, die das Bewältigen des Alltags erleichtern können. Die konkreten Fallbeispiele führen dem Leser vor Augen, wie sich Betroffene und deren Umfeld fühlen und gleichzeitig wird eine Hilfestellung angeboten, die motivierend wirkt. Freunde und die Familie von Betroffenen erfahren beim Lesen den Grund für die Probleme im Alltag und das Werk ermutigt jeden, selbst aktiv zu werden und Strategien für den Umgang mit ADS zu entwickeln.

Edward M. Hallowell (Autor), John Ratey (Autor)
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