Hyperaktivität feststellen

Hyperaktivität feststellen

Der erste Verdacht auf Hyperaktivität wird meist schnell wieder verdrängt, doch wenn immer wieder Verhaltensauffälligkeiten auftreten, sollten Betroffene und Eltern die Situation genauer betrachten. Das Erkennen von Hyperaktivität ist nicht ausschließlich die Aufgabe eines Fachmanns, denn auch Laien können erkennen, ob eine Störung vorliegen könnte. Hilfreich dabei sind bestimmte Fragen, die das Verhalten des Betroffenen in einer Alltagssituation betreffen.

Energiebündel mit Redezwang

Ob Hyperaktivität vorliegt, lässt sich nicht anhand von ein paar Antworten auf bestimmte Fragen feststellen, doch es gibt Verhaltensweisen, die besonders auffällig sind und so auch von Laien erkannt werden können. Im Allgemeinen werden Personen als auffällig und störend empfunden, wenn sie folgende Verhaltensweisen zeigen und das über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten:

  • Betroffene haben einen ungeheuren Bewegungsdrang und das bezeichnet man umgangssprachlich auch als Zappelphillipp-Syndrom.
  • Sie reden viel und können sich nur schwer still beschäftigen. Personen, die unter Hyperaktivität leiden, müssen ständig neue Aufgaben beginnen oder suchen sich immer wieder neue Freizeitaktivitäten, die für sie dann schnell langweilig werden.
  • Sie stehen ungefragt auf und beginnen oft mehrere Aufgaben gleichzeitig, wobei nur selten ein Abschluss erlangt wird.
  • Sie reagieren ungehalten auf ihre eigenen Schwächen und werden oft unverhältnismäßig laut, wenn andere sie darauf ansprechen.
  • Betroffene Kinder werden von Erwachsenen schnell als störend empfunden und vor allem die exzessive, motorische Aktivität lässt sich auch nicht durch Aufforderungen zur Ruhe beeinflussen.

Lassen sich mehrere dieser Auffälligkeiten über einen längeren Zeitraum beobachten und es gibt im privaten Umfeld keine Veränderung, die eine Verhaltensänderung hervorrufen könnte, so liegt der Verdacht auf eine hyperkinetische Störung nah. Eltern wie Betroffene müssen sich aber nicht schämen oder fürchten, denn Hyperaktivität kann mit verschiedenen Therapien gut behandelt werden.

Die Lebensqualität der ganzen Familie verbessern

Wenn Hyperaktivität erkannt wird, lassen sich Maßnahmen ergreifen, die das auffällige Verhalten minimieren und die ständige Unruhe eindämmen können. Das erleichtert das Leben nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern das ganze Umfeld kann eine Steigerung der Lebensqualität verbuchen. Der oft schwere Schritt zum Facharzt lohnt sich also doppelt, denn Familie und Freunde können dann wieder unbeschwerter mit dem Betroffenen umgehen.

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