Hyperaktivität im Vorschulalter

Hyperaktivität im Vorschulalter

Die Vorschule bedeutet für ein Kind eine große Veränderung, denn plötzlich ist Stillsitzen gefragt und Konzentration wird gefordert. Oft fällt erst mit diesen neuen Anforderungen auf, dass ein Kind weniger gut damit zurechtkommt als seine Altersgenossen und dann betrachten Eltern und Betreuer das betroffene Kind genauer. Unruhe und Hibbeligkeit bekommen plötzlich eine neue Bedeutung und die Begriffe Hyperaktivität und ADHS fallen zum ersten Mal. Ob wirklich eine Störung der Grund für die schlechteren Leistungen ist, lässt sich aber nicht anhand von ein paar Blättern mit vorgedruckten Aufgaben ersehen.

Unruhe, Bewegungsdrang und Hyperaktivität werden oft zu spät erkannt

Kinder, die bereits im Säuglingsalter hyperaktiv waren, werden ihre Störung nicht los, wenn sie laufen können, doch häufig treten die Symptome in den Hintergrund und die Kinder werden als besonders lebendig und neugierig gesehen. Im Kindergarten sind sie meist lauter als andere und ständig in Bewegung. Sie spielen nur selten still in einer Ecke und sorgen fast täglich für Aufregung. Doch da viele Kinder im ersten Kindergartenjahr Anpassungsschwierigkeiten haben, denkt niemand über eine mögliche Störung nach. Erst in der Vorschule, wo Konzentration explizit gefragt ist, wird deutlich, dass betroffene Kinder sich nicht lange auf eine Aufgabe konzentrieren können und lieber andere stören und ständig aufstehen.

Was tun, wenn der Verdacht im Raum steht?

Wenn der Verdacht auf Hyperaktivität sich im Vorschulalter festigt, sollten Eltern sich umfassend informieren. Die Störung kann in verschiedenen Schweregraden auftreten und in den meisten Fällen lässt sie sich auch ohne die gefürchteten Medikamente gut behandeln. Im Internet werden wichtige Informationen zum Thema gebündelt angeboten und auch von Fachärzten und Verbänden existieren Webseiten und Broschüren, die erste Informationen und wichtige Kontaktadressen liefern können. Der Hausarzt ist mit dem Problem meist überfordert und daher sollten Eltern sich von Beginn an in die Hände von Fachleuten begeben. Verschiedene Foren helfen ebenfalls dabei, geeignete Adressen von Fachleuten zu finden und so lässt sich sicherlich auch im näheren Umkreis ein kompetenter Ansprechpartner finden. Hyperaktivität kann durch äußere Bedingungen stark beeinflusst werden und das in beide Richtungen. Sie kann also verstärkt, aber auch gemindert werden und nur mit dem richtigen Verhalten und einem festen Rahmen für das betroffene Kind lassen sich Wege finden, mit der Störung zu leben.

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