Hyperaktivität und Globuli

Hyperaktivität und Globuli

Globuli sind kleine Kügelchen, die vor allem in der homöopathischen Medizin verabreicht werden. Die Bachblüten-Therapie oder die Schüssler Salze gehören hier zu den bekanntesten Globuli. Homöopathische Therapien haben weitaus weniger Nebenwirkungen als Medikamente aus der klassischen Medizin und daher versuchen immer mehr Eltern und Ärzte Hyperaktivität mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Allerdings wirken Globuli nicht wie herkömmliche Medikamente sofort, sondern es bedarf einer langfristigen Therapie und zudem müssen geeignete Wirkstoffe gefunden werden, die genau auf die vorhandenen Symptome ausgerichtet sind.

Dauertherapie und Komplexmittel

Bei der Behandlung von Hyperaktivität ist nicht nur die Zusammensetzung des Mittels ausschlaggebend, sondern auch die Dauer der Therapie. Je nach Symptomen werden bestimmte Komplexmittel verabreicht, die unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen. Enthalten sein können beispielsweise Sulfur, Lycopodium, Calcium carbonium oder Belladonna, Chamomilla, Phosphor und Nux vomica. Es dauert einige Wochen ehe eine Besserung beobachtet werden kann, weswegen Globuli auch nicht als Notfallbehandlung verstanden werden kann. Die Eltern von hyperaktiven Kindern müssen zudem die Symptome ihrer Kinder gut erfassen und dem behandelnden Arzt weitergeben, denn nur dann lassen sich Wirkstoffe zusammenstellen, die tatsächlich helfen können. Nicht immer gelingt das auf Anhieb, weswegen die Homöopathie bei Hyperaktivität auch noch relativ selten eingesetzt wird. Arzt und Eltern müssen für eine erfolgreiche Therapie eng zusammenarbeiten und Geduld mitbringen, denn es kann sogar einige Monate dauern, bis Erfolge deutlich sichtbar werden. Zudem darf die Behandlung nicht nach den ersten Erfolgen abgesetzt werden, sondern muss dauerhaft erfolgen, damit die Symptome der Hyperaktivität vermindert werden können.

Studie beweist die Wirksamkeit

An der Universität Bern wurde eine Studie durchgeführt, bei der insgesamt 83 Kinder teilnahmen. Zuerst verabreichte man allen Kindern homöopathische Mittel, auf die insgesamt 62 ansprachen. Man beobachtete über einen längeren Zeitraum wie sich Schreianfälle, Wutausbrüche oder das Stören anderer entwickelte. Das geschah anhand einer Skala, auf der zehn Kriterien erfasst wurden. Anschließend wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt, von denen eine Gruppe sechs Wochen lang Placebos erhielt, während die andere das passende Homöopathikum einnahm. Anschließend wechselten die Kinder die Gruppe und weder sie noch die Eltern wussten, zu welcher Gruppe ihr Kind jeweils gehörte. Das Ergebnis lässt hoffen, denn es konnte eindeutig bewiesen werden, dass Globuli das impulsive Auftreten der verhaltensauffäligen Kinder sichtbar reduzieren können.

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