Selbsthilfegruppen helfen Eltern und Kind bei ADHS

Selbsthilfegruppen helfen Eltern und Kind bei ADHSNachdem das Problem ADHS, also die Attention-Deficit-Hyperactivity-Disorder, zu großen Teilen seine Ursachen im psychosozialen Umfeld des Kindes beziehungsweise des Betroffenen zu suchen sind, ist es natürlich Tatsache, dass vor allem die Eltern in die entsprechende Therapie mit eingebunden werden müssen. Darüber hinaus hat sich erwiesen, dass durch die Hilfe von anderen betroffenen Elternpaaren, organisiert in Selbsthilfegruppen sehr gute Fortschritte bei der Eingliederung der Kranken erzielt werden. Vor allem derjenige, der das Kind erzieht, hat ja nun den größten Einfluss auf das Geschehen um das Kind. Je größer nun die Kompetenz der Erziehenden ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, durch Veränderungen in Verhaltensweisen rund um das Kind und natürlich im Kind selber, positive Ergebnisse zu bewirken.

In Selbsthilfegruppen lernen die betroffenen Eltern die Problematik ihres Kindes aus anderen Blickwinkeln unter anderen Gesichtspunkten kennen. Häufig lässt sich Erfahrung reflektieren und so eine wirksame Prävention einleiten. So manch Psychiater, der an ADHS erkrankte Kinder und Heranwachsende betreut, würde wohl mit einem Seufzer zugeben, dass eigentlich nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen mit ihren überzogenen Ansprüchen und Vorstellungen dringend der psychiatrischen Behandlung benötigen.

Verlinkung zu Selbsthilfegruppen + Beratungsstellen:

ADHS Deutschland e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Bürozeiten: Montag: 10-12 Uhr und 14-16 Uhr; Dienstag, Donnerstag, Freitag: 14-16 Uhr
12117 Berlin,  Postfach 410724
http://www.adhs-deutschland.de

Es gibt im Internet Testangebote, Seiten, auf denen es möglich ist, Fragebögen zu der Krankheit herunterzuladen. Diese können grobe Richtungen vorgeben. Die Symptomatik jedoch bleibt zu großen Teilen unergründet. So ist eine Therapie eine absolut individuelle Angelegenheit, eine sehr persönliche Sache sozusagen. Die wichtigste Rolle kommt natürlich den unmittelbaren Bezugspersonen zu, also in erster Linie den Eltern aber auch den Pädagogen in der Schule, dem behandelnden Arzt oder den Psychotherapeuten in einer länger dauernden, stationären Therapie.

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