ADHS Diagnostik

ADHS Diagnostik

Bei der ADHS Diagnostik gibt es gesicherte Verfahren, die garantieren, dass andere Krankheitsursachen ausgeschlossen werden können und auch das Verhalten des Betroffenen wird eingehend studiert. Das Märchen vom Arztbesuch, der fünf Minuten dauert und mit der Diagnose ADHS endet, hat nichts mit der Realität zu tun und Ärzte, die bereits nach so kurzer Zeit einen Verdacht laut äußern, zählen nicht zu den seriösen Vertretern der Medizin.

Diagnostische Methoden

Wenn ein Arzt einem Patienten gegenübersteht, der möglicherweise an ADHS leidet, führt er eigene Beobachtungen durch. Er versucht die Leitsymptome von ADHS und deren Intensität zu beobachten und achtet auch auf das Verhalten in fremd- und eigenbestimmten Situationen. Begleitprobleme erfährt er durch das Gespräch mit dem Betroffenen und seinem Umfeld und dabei versucht er auch festzustellen, welcher Schweregrad vorliegt. Seine Ergebnisse aus diesen Beobachtungen und Gesprächen müssen allerdings noch unterstrichen werden und das erfolgt über Fragebögen. Eltern und Lehrer müssen dazu Bögen ausfüllen, die verschiedene Fragen beinhalten. Im nächsten Schritt erfolgen dann die testpsychologischen Untersuchungen, bei denen eine klinische Diagnose erstellt werden kann.

Die Differenzialdiagnostik

Um andere Ursachen für die vorliegenden Symptome ausschließen zu können, führt ein Arzt eine umfassende Differenzialdiagnostik durch. Dabei werden organische Ursachen durch verschiedene Untersuchungen ausgeschlossen und auch neurologische Erkrankungen wie Epilepsie oder ein Schädel-Hirn-Trauma werden im Rahmen dieser Untersuchungen ausgeschlossen. Nehmen Personen, die unter ADHS leiden könnten, regelmäßig Medikamente, so untersucht der Arzt auch, ob sie Nebenwirkungen erzeugen könnten, die den Symptomen von ADHS ähneln. Mögliche psychische Störungen werden ebenfalls näher beleuchtet und vor allem genau untersucht, wenn die typischen ADHS Symptome erst nach dem siebten Lebensjahr auftauchten und die Störung seitdem nicht konstant verläuft. Panikstörungen oder Psychosen müssen ebenfalls ausgeschlossen werden um zu einer gesicherten Diagnose zu kommen und der Arzt folgt dabei einer festgelegten Vorgehensweise um alle möglichen Ursachen ausschließen zu können.

Ein Blick allein reicht nicht aus

Viele Eltern haben Angst ihr Kind einem Arzt vorzustellen, wenn sie selbst den Verdacht auf ADHS bei ihrem Kind haben. Immer wieder hört man Geschichten, dass Ärzte schon nach wenigen Minuten eine Diagnose erstellen und der Betroffene damit einen Stempel erhält, den er nicht mehr loswerden kann. Seriöse Ärzte und Kliniken folgen den gesicherten Diagnoseverfahren um ADHS ausschließen oder diagnostizieren zu können und wo vorschnell Urteile fallen, sollten Eltern einfach die Praxis verlassen und einen anderen Ansprechpartner aufsuchen.

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