Buchtipps

Es gibt unzählige Bücher über ADS, ADHS und hyperkinetische Störungen und hier folgt ein kleiner Überblick über ganz unterschiedliche Werke.

Zwanghaft zerstreut oder Die Unfähigkeit, aufmerksam zu sein

Der Ratgeber punktet mit anschaulich geschilderten Beispielen, die mit konkreten Hilfsangeboten versehen wurden. Viele Betroffene erkennen sich selbst in den geschilderten Situationen wieder und die ADS-Checkliste hilft bei einer ersten Diagnose. Das soziale Umfeld von Betroffenen profitiert ebenfalls von dem Ratgeber, denn er erklärt nicht nur Ursachen und Symptome, sondern zeigt auch auf wie Freunde, Familie und Schule oder Kollegen Wege finden, die Probleme im Umgang miteinander zu meistern. Weiterlesen…

Das A.D.S.-Buch. Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Neue Konzentrationshilfen für Zappelphilippe und Träumer

Sobald ein Problem richtig verstanden wird, wird der Umgang damit erheblich erleichtert und dann fehlen nur noch Lösungsmöglichkeiten oder Anregungen, die den Alltag trotz Störung erleichtern. Dieses Werk beschäftigt sich daher vor allem mit den Fragen, die Betroffene und deren Umfeld sich immer wieder stellen. Das Verstehen von Ursachen, Symptomen und deren Auswirkungen auf den Alltag schafft eine Grundlage, auf der neu agiert werden kann. Der Ratgeber nennt ganz konkrete Anregungen, die sich gut in das tägliche Leben integrieren lassen. Zudem ist dem Medikament Ritalin ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem offen und sachlich behandelt wird, wo Alternativen sinnvoll sind und wo die medikamentöse Therapie unerlässlich ist. Weiterlesen…

Das hyperaktive Kind und seine Probleme

Im ersten Abschnitt dieses Buchs wird Eltern nicht nur das Wissen über Ursachen und Symptome von Hyperaktivität vermittelt, sondern sie können anhand von Praxisbeispielen Parallelen zu ihrer eigenen Situation entdecken. Konkrete Tipps und Anregungen für wiederkehrende Problemsituationen im Alltag liefern wertvolle Hilfen im Umgang mit einem hyperaktiven Kind und auch den neuesten Forschungsergebnissen wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Weiterlesen…

Unkonzentriert? Hilfen für hyperaktive Kinder und ihre Eltern

Die erhöhte Unfallgefahr ist eines der typischen Zeichen bei hyperaktiven Kindern, aber auch die verringerte Belastbarkeit und die stetige Unruhe machen sich deutlich im Alltag bemerkbar. Dieser Ratgeber setzt bei den alltäglichen Problemen an und zeichnet sie exakt nach. Eltern erkennen sich und ihr Kind darin wieder und finden so Zugang zu den Anregungen und Tipps, die ihren Alltag erleichtern sollen. Ursachen und Hintergründe der neurologischen Störung werden ebenfalls ausführlich behandelt und so dient das Werk als gute Informationsgrundlage. Weiterlesen…

Eine andere Art, die Welt zu sehen: Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Die positiven Seiten und Eigenschaften von Personen, die unter ADS leiden, werden hier vermehrt zum Thema gemacht. Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit den Problemen, die durch die Konzentrationsprobleme auftauchen, sondern widmet sich auch der kreativen Seite und trägt somit zu einer Auflockerung bei. Handfeste Artikel beschreiben Ursachen und auch die genauen Symptome von ADS und sie dienen gleichzeitig als Aufhänger für konkrete Anregungen,  von denen Betroffene und deren Umfeld gleichermaßen profitieren. Weiterlesen…

Eins nach dem andern. Das ADD-Praxisbuch für Erwachsene

Das Leben zwischen Hypersensibilität und dem völligen Ignorieren der Umwelt wird in diesem Praxisbuch näher behandelt. Das Werk unterstützt Betroffene bei der Organisation des Alltags, denn neue Forschungsergebnisse und bewährte Therapieformen werden hier leicht verständlich erklärt. Betroffene und auch deren Familien profitieren gleichermaßen von den verschiedenen Kapiteln, die vor allem das Verständnis für die Störung und ihre Folgen vergrößern. Weiterlesen…

Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme: Erwachsen werden mit ADS. Was Eltern tun können

Jugendliche sind in der Pubertät und damit schwer zu lenken. Mit ADS wird der Alltag aber schnell zu einem einzigen Problem und dieses Buch soll dabei helfen, die Schwierigkeiten beim Erwachsen werden mit der Störung zu mildern. Konkrete Praxisbeispiele sorgen dafür, dass Eltern und Jugendliche sich wiedererkennen können und so einen leichten Einstieg in die Anregungen und Hilfestellungen finden, die zahlreich enthalten sind. Weiterlesen…

Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie, Bd.1, Hyperkinetische Störungen

Der Leitfaden ist vor allem für Personen geeignet, die beruflich immer wieder mit hyperkinetischen Störungen zu tun haben. Therapieleitlinien und konkrete Hilfestellungen bei der Diagnose erleichtern Therapeuten und Erziehern den Umgang mit Jugendlichen, die von hyperkinetischen Störungen betroffen sind und dank praxisnaher Anweisungen unterstützt das Werk die tägliche Zusammenarbeit mit den Betroffenen sehr. Weiterlesen…

Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischen und oppositionellem Problemverhalten THOP

Dieses Fachbuch widmet sich einer bewährten Therapieform für Kinder, die unter hyperkinetischen Störungen leiden. Verschiedene Therapiestufen werden hier einzeln erläutert und dank CD lassen sich die beiliegenden Arbeitsmaterialien schnell aufbereiten. Sachlich und informativ geschrieben, richtet sich das Werk allerdings eher an Fachleute und weniger an Eltern, denen noch grundlegende Informationen fehlen. Weiterlesen…

Rastlose Kinder, rastlose Eltern

Die Wechselwirkung von gestressten Eltern auf hyperaktive Kinder ist eines der Hauptthemen in diesem Werk. Besonders praxisnah werden hier Fallbeispiele aufbereitet und sofort mit geeigneten Maßnahmen versehen, die jeder in den Familienalltag einfließen lassen kann. Die positiven Seiten von hyperaktiven Kindern werden hier nicht vergessen und so dient das Werk auch als Kraftquelle für gestresste Eltern. Weiterlesen…

Die Chaosprinzessin: Frauen zwischen Talent und Misserfolg

Dieser Ratgeber richtet sich ganz explizit an Frauen mit ADS, die ihrer Rolle als Familienmanagern gerecht werden wollen. Alltägliche Situationen im Familienalltag mit der Störung werden aufgegriffen und gleichzeitig mit Anregungen versehen, die sich auch im turbulenten Alltag mit Kindern gut und vor allem effektiv einbauen lassen. Weiterlesen…

Kommentare

  1. Dr. Andrea Daniels meint:

    Guten Tag,
    ich habe das neue Buch von Doris Ryffel-Rawak gelesen und rezensiert. Es ist ein sehr gutes Buch (wie auch die anderen Bücher der Autorin, einer Spezialistin für ADHS bei Erwachsenen, mit langjähriger Praxiserfahrung. Ich denke diese Bücher könnten auch Ihre Seite bereichern. Vielen Betroffenen sind sie eine große Hilfe. Es ist so viel geschrieben worden, leider auch viel schlechtes…. die Ratgeberliteratur schlägt inzwischen eine Schneise der Verwüstung durch die Buchhandlungen…. Wie soll jemand ohne fachlichen oder medizinischen Hintergrund sich zurecht finden??

    ZUm Buch:
    Titel: Unser facettenreiches Leben
    ADHS Collagen zum Schmunzeln
    Autorin: Doris Ryffel-Rawak

    Hier meine Rezension:

    Der Struwwelpeter für Erwachsene? Ein ADHS Bilderbuch.

    Wer kennt ihn nicht, den Struwwelpeter? 1844 hat der Kinderarzt Heinrich Hoffmann das bekannte Bilder-buch gezeichnet und erdichtet. Es ist meines Wissens das erste Buch, in dem Symptome der Aufmerksam-keitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) künstlerisch dargestellt wurden.
    Heute, mehr als 170 Jahre später, ist die Diagnose auch bei Erwachsenen anerkannt. Trotzdem sind Be-troffene trotz moderner und bewährter Behandlungsstrategien oftmals weiterhin einem grossen Leidens-druck ausgesetzt.
    Doris Ryffel-Rawak, eine erfahrene Psychiaterin auf dem Gebiet der ADHS, begibt sich mit der Gestaltung eines ADHS-Bilderbuchs für Erwachsene auf Neuland.
    Es ist ein unkonventioneller und allein schon deswegen interessanter Ratgeber. Die Zielsetzung unter-scheidet sich von den vorhergehenden Büchern: Mit Bildern und einer Prise Humor zum Nachdenken an-regen, einen positiven Perspektivenwechsel bei Betroffenen bewirken und das Umfeld für mehr Ver-ständnis und Toleranz sensibilisieren.
    Die Autorin bedient sich einer Collagentechnik, deren Wurzeln im Dadaismus liegen, einer Art «Antikunst» entstanden in den Wirren des 1. Weltkriegs. Werbeanzeigen aus Zeitschriften der 30er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden von der Künstlerin und Autorin aus ihrem Kontext gelöst und als Fragmente scheinbar sinnlos neu arrangiert.
    Gedankenverbindungen entstehen dabei erst durch den Bezug, den der Betrachter zwischen den einzel-nen Ausschnitten entdeckt. Durch Neukomposition der Fragmente entsteht ein surreales Spannungsfeld, das den Betrachter irritiert, manchmal fast provoziert. Ihm präsentiert sich eine Mischung aus Humor, Nachdenklichkeit, Melancholie sowie einem Hauch Erotik, was den Weg in ein Gedankennetz phantasie-voller Assoziationen ebnet.
    Die im Buch dargestellten Facetten der ADHS sind bunt und vielfältig:
    • Eine hypoaktive Patientin lädt uns ein, sie mit feuchtem Feuer auf ihrer gläsernen Traumreise in ein frivoles Museum zu begleiten.
    • Ein von seinen Alltagsaufgaben überforderter Mann mit riesigem Kopf und trichterförmigen Ohranhäng-seln, aufnahmebereit für einen wahren Informationstsunami, gerät auf einem Spielbrett in Not.
    • Elegante Herren, dem Glücksspiel verfallen, werden lieber gleich auf Eis gelegt.
    • Ein hyperaktives Pärchen flitzt im Schnellfeuergalopp an uns vorbei, während eine schlaflose Frau zur Sternstundenzeit immer noch auf ein Rendezvous mit dem Mann im Mond wartet.
    • Die Spalttablette aus Grossmutters Zeiten findet ebenso ihren Platz wie eine gerade vor Liebe um den Verstand gebrachten Erscheinung, die zwar nicht atem- sondern kopflos, aber mindestens genauso ele-gant wie Helene Fischer durch die Nacht schwebt.
    • Eine verträumte Dame kann vor innerer Zerrissenheit dem «gewissen Etwas» in ihrem ausweglosen Gedankenkäfig nicht entfliehen.
    • Liebe, Affären, Eifersucht, aber auch Grübelei, Einsamkeit, Enttäuschung, Suchtverhalten und fehlendes Selbstvertrauen kommen humorvoll zur Darstellung.

    Es ist nun dem Leser und seiner Phantasie überlassen, was er daraus macht. Dennoch wird er nicht allein gelassen, sondern behutsam durch die einzelnen Abschnitte begleitet. Die Bilder werden nämlich durch solide und trotzdem gut verständliche Fachinformationen und authentische Patientenberichte ergänzt.
    Hier wird klar: Die Autorin macht sich nicht lustig über ADHS, sondern sie begegnet dem Patienten mit Res-pekt und Achtsamkeit, ermutigt ihn: «Relax, take it easy. Yes, you can».
    Das harmonische Zusammenspiel humorvoller Illustrationen, gründlicher Fachinformationen und authenti-scher Patientenberichte bewirkt eine erfrischende Mischung, die Abwechslung und gute Lesbarkeit garan-tiert.
    Darüber hinaus öffnet Doris Ryffel-Rawak dem Betrachter der Collagen eine kleine geheime Tür in eine andere Welt: Sie zeigt uns dieselben Menschen, die wir tagtäglich sehen. Aber in einem anderen Licht, so wie wir sie vorher noch nicht gesehen haben.
    Das Tagtägliche zum Besonderen machen, das ist Aufgabe eines Künstlers und das ist ihr gelungen. Jeder sieht und empfindet zunächst immer verschiedene Sachen, hat eine eigene, ganz individuelle Wahrneh-mung. Wenn wir aber ein wenig tiefer in uns gehen, dann können wir plötzlich erkennen, dass die Unter-schiede zwischen uns gar nicht so wichtig sind, der andere doch gar nicht so anders ist als wir selbst.
    Toleranz, Verständnis, Hoffnung, Zuversicht.
    Auch darüber geht das Buch.
    Fazit: Ein liebevoll von der Autorin selbst illustriertes Buch, das die ADHS auch einmal in einem anderen Licht zeigt und Mut macht. Mit der Botschaft: Relax, take it easy, yes, you can.
    Selbst ADHS-Betroffene mit wenig Spannungskraft zum Lesen von längeren Texten werden mit diesem Buch keinerlei Probleme haben. Egal wo man einsteigt, in der Mitte des Buches oder im letzten Drittel: Der Autorin gelingt es über Bild und Text immer wieder, ihre LeserInnen abzuholen und zum Wesentlichen zu führen.

    Dr. med. Andrea Daniels
    Fachärztin für Anästhesiologie FMH
    Prez-vers-Noréaz
    Schweiz


    Und hier noch eine Auswahl weiterer Bücher von Doris Ryffel:
    1. ADHS bei Frauen – den Gefühlen ausgeliefert
    Neuauflage 2017
    Das Buch „ADHS bei Frauen – den Gefühlen ausgeliefert“ der Psychiaterin Doris Ryffel, erschienen erst-mals 2009, gilt unter betroffenen Frauen und vielen Fachpersonen ebenfalls als Referenz. Die Autorin be-schreibt die Geschichte von 16 Frauen. Einfühlsam und kompetent. Das Buch ist sehr gut lesbar. Und es hat Tiefgang. Kein Wunder: Doris Ryffel gehört zu den Pionierinnen der Therapie von erwachsenen ADHS-Betroffenen im deutschsprachigen Raum. Sie weiss, wovon sie schreibt. Das spürt man aus jeder Zeile. Ihr Buch richtet sich an Laien, wird aber auch von Fachpersonen sehr geschätzt.
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    2. Wir fühlen uns anders! Wie betroffene Erwachsene mit ADS/ADHS sich selbst und ihre Partnerschaft erleben

    Neuauflage von 2016

    3. Wir fühlen uns anders! Wie betroffene Erwachsene mit ADS/ADHS sich selbst und ihre Partnerschaft erle-ben“

    4. ADHS bei Erwachsenen. Betroffene berichten aus ihrem Leben

    5. ADHS und Partnerschaft – eine Herausforderung

    Auch diese Bücher richten sich an Laien und sind bestens lesbar. Und auch hier ist die Nähe der Autorin zu ihren Patientinnen und Patienten aus fast jeder Zeile heraus spürbar.

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