Gezielte Übungen helfen Kindern mit ADHS

Gezielte Übungen helfen Kindern mit ADHSNicht immer muss man als besorgtes Elternteil mit einem Kind, das ADHS-Symptome zeigt, sofort zum pharmakologischen Helfer greifen. Ritalin und andere Substanzen, die sich auf die Hyperaktivität der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auswirken, sind Teil einer kontroversen Diskussion. Es lassen sich auch andere Wege finden, Einfluss auf den Krankheitsverlauf zu nehmen. Konzentrationsübungen beruhigen hyperaktive Kinder in den meisten Fällen. Das hat die Wissenschaft in Studien mit einigen Probanden herausgefunden. Ist jedoch von Fachärzten eine Unterstimulation des Stirnhirns, eine ausgeprägte ADHS-Symptomatik vorhanden, können Entspannung- und Konzentrationsübungen auch das Gegenteil bewirken. Dies ist von Fall zu Fall verschieden und muss ausprobiert werden.

Die wichtigste Funktion, die Konzentrationsübungen haben, ist, dass die Kinder trainiert werden, bestimmte Gehirnregionen gezielt zu beeinflussen. So ist es ihnen tatsächlich möglich, zum Beispiel das unruhige Bewegen der Beine zu kontrollieren. Tübinger Wissenschaftler postulierten, dass die ADHS-Symptome Impulsivität und Unaufmerksamkeit durch angewandte Übungen zur Konzentration wirklich erheblich reduziert werden konnten. Im Bereich der Hyperaktivität waren die Ergebnisse ihrer Studien im Mittelmaß. Konzentrations- und Entspannungsübungen sollten in regelmäßigen Zeitabständen, als zu bestimmten Tageszeiten angeboten werden. Entspannungsübungen sind natürlich vor dem Schlafen zu empfehlen.

Doch auch subtile Konzentration kann ADHS erkrankten Kindern weiterhelfen. So berichten viele Eltern mit Begeisterung von den Erfolgen, die sie mit Mal-Mandalas gemacht haben. Hier wird eine Mandala-Vorlage von den Kindern ausgemalt. Die einzelnen Farbbereiche konzentrieren sich auf den Mittelpunkt des Bildes. So wird den Kindern, neben der motorischen Übung des Malens, auch unterbewusst beigebracht, sich immer wieder auf die Mitte des Mandalas, damit auf ihre eigene Mitte zu konzentrieren.

Auch Methoden wie autogenes Training oder progressive Selbstentspannung, Qigong und Taijiquan, auch Yoga und sogar Hypnose können den Patienten helfen. Eine weitere sehr gute Möglichkeit ist das Erzählen oder Vorlesen von Fantasiegeschichten. Viele hyperaktive Kinder reagieren auf diese Art der Geschichten, in denen sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, sehr positiv.

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