Hyperaktivität Fallbeispiel

Hyperaktivität Fallbeispiel

Fallbeispiele können dabei helfen, Ähnlichkeiten mit sich selbst oder dem eigenen Kind besser erkennen zu können. Hier ein Fallbeispiel für Hyperaktivität:

Tom, 9 Jahre alt

Tom wird einem Facharzt vorgestellt weil er ständig unruhig ist, zappelt und durch seine motorische Unruhe auch Koordinationsprobleme hat. Radfahren lernte Tom erst im Alter von sechs Jahren, weil er motorische Probleme hatte, doch eine Therapie wurde deswegen nicht als notwendig erachtet. Im Kindergarten wird Tom als temperamentvolles Kind beschrieben, doch da empfindet ihn niemand als störend. Bei den Vorsorgeuntersuchungen gibt es keine Besonderheiten.

Erst in der Schule zeigen sich dann vermehrt bestimmte Auffälligkeiten. Tom kippelt mit dem Stuhl, steht ungefragt auf und läuft im Klassenzimmer umher und er stört im Unterricht die anderen Kinder. Für kurze Zeiträume kann Tom sich gut konzentrieren und er verfügt über eine gute Auffassungsgabe, doch das Schreiben fällt ihm schwer.
Sein Schriftbild ist schlecht und er vergisst erlernte Buchstaben schnell wieder. Oft kann er selbst nicht mehr lesen, was er geschrieben hat und je komplexer die Aufgaben werden, desto schwieriger wird die Lösung für Tom, weil seine Gedanken immer wieder abschweifen und bereits andere Aufgaben in „Angriff“ nehmen. Zuhause empfinden Eltern und Verwandte die eigentlich bekannte Lebhaftigkeit von Tom zunehmend als störend. Er lässt sich extrem leicht ablenken und auch bei den Mahlzeiten kann er nicht ruhig sitzenbleiben, sondern zappelt unruhig auf seinem Stuhl herum. Die Familie leidet unter der angespannten Situation und das führt zu vielen Auseinandersetzungen wegen alltäglicher Kleinigkeiten. Verbale Aufforderungen erreichen Tom nicht und das führt zu immer mehr Stress in der Familie. Tom hat starke Stimmungsschwankungen und nur noch wenig Freunde. Er wirkt unglücklich und unzufrieden. Untersuchungen zeigen, dass Tom über eine durchschnittliche Intelligenz verfügt und eine Rechenschwäche hat. Außerdem stellen die Ärzte eine leichte Dyskoordination bei ihm fest.

Behandlung: Konzentrations- und Entspannungsübungen

Bevor Tom sich an seine Hausaufgaben macht, hört er spezielle Musik. Sie aktiviert langsam ansteigend seine Konzentrationsfähigkeit und nach etwa zwanzig Minuten beginnt er voll konzentriert seine Hausaufgaben. Andere Klänge helfen beim Entspannen und fördern so den gesunden Schlaf. Tom beginnt aktiv Fußball zu spielen, er geht in einen Verein, wo er seine überschüssige Energie gut abbauen kann. Zusätzlich macht er Konzentrationsübungen, die ihm dabei helfen auch komplexe Aufgaben zu erfüllen.

Erfahrungsberichte:

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