Hyperaktivität im Säuglingsalter

Hyperaktivität im Säuglingsalter

Die Symptome von Hyperaktivität können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und das kann sich bereits im Säuglingsalter zeigen. Nicht jedes Schreibaby ist hyperaktiv und auch Essstörungen müssen kein Anzeichen für eine Störung sein. Es wird geschätzt, dass etwa jedes dritte Baby in den ersten drei Lebensmonaten von Schlafstörungen, Koliken oder Kontaktschwierigkeiten betroffen ist und wenn dieser Zustand über Monate andauert, suchen die Eltern natürlich verzweifelt nach Ursachen.

Eine alte Wickeltechnik kann helfen

Schreibabys quengeln ständig und sie lassen sich nur schwer beruhigen. Sie strampeln unheimlich viel und häufig wissen die Eltern sich nicht mehr zu helfen. Eine alte Wickeltechnik, bei der das Kind ganz eng am Körper von Mutter oder Vater getragen wird, kann hier wahre Wunder bewirken. Die Kinder erleben „Begrenzungen“ und das vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Das sogenannte Pucken erlebt derzeit eine Renaissance und viele Schreibabys werden durch das enge Wickeln wesentlich ruhiger, was auch bei den Eltern zu einer entspannten Stimmung beitragen kann.

Hyperaktivität kann „erlernt“ werden

In den letzten Jahren wurde eine intensive Säuglingsforschung betrieben und man stellte fest, dass Schreibabys Anpassungsprobleme haben. Ihr Biorhythmus ist noch nicht ausgeprägt und sie haben verschiedene reifungsabhängige Wahrnehmungsstörungen. Die Eltern solcher Kinder stehen unter extremem Stress und können die Signale ihres Kindes nur schwer deuten. Das führt häufig zu einer Bindungsstörung, die wiederum Hyperaktivität fördert. Die Eltern können aber mit Hilfe von Fachleuten lernen, wie sie damit umgehen können und dann reifen die Kinder meist schnell nach.

Schreiambulanzen helfen

In größeren Städten entstehen immer mehr Schreiambulanzen. Junge Eltern erlernen hier Methoden, mit denen sie ihr Schreibaby beruhigen können und auch wer diese Hilfe nicht direkt in Anspruch nehmen kann, erhält telefonisch Unterstützung. Die Eltern lernen die psychischen und körperlichen Spannungszustände ihres Kindes zu deuten und erhalten Tipps, die dabei helfen diese Anspannungen zu lösen. Eltern von besonders „nervigen“ Schreibabys sollten diese professionelle Hilfe unbedingt in Anspruch nehmen, denn wenn die Kinder ruhiger werden, gewinnt die ganze Familie dadurch. Eine entspannte Situation überträgt sich auch auf den Säugling, der dann wiederum selbst ruhiger werden kann und junge Eltern müssen sich nicht für ihr Schreibaby schämen, denn sie haben nichts falsch gemacht und können auf ruhigere Tage hoffen, wenn sie Hilfe annehmen.

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