Muss sich der Zappelphilipp speziell ernähren?

Muss sich der Zappelphilipp speziell ernähren?Der volkstümliche Begriff Zappelphilipp bezeichnet hyperaktive Kinder, die unter dem AHDS-Syndrom, der Aufmerksamkeitsstörung, leiden. Davon betroffene Kinder sind ständig in Bewegung und können sich nicht auf ein bestimmtes Thema oder einen bestimmten Gegenstand konzentrieren. Über die konkreten Ursachen der Hyperaktivität ist sich die medizinische Wissenschaft noch nicht einig. Umweltfaktoren scheinen jedoch eine wesentliche Rolle zu spielen. So machen einige Forscher Reizüberflutung durch zu viel Fernsehen und/oder Computerspiele einerseits und andererseits mangelnde Stimulation durch fehlende Zuneigung der Eltern verantwortlich. Auch die Ernährung ist von Bedeutung. In medizinischen Versuchen wurde durch eine Umstellung der Ernährung in Punkto der Gesundheitserziehung eine Verbesserung des Zustandes erreicht.

Nach dem aktuellen Stand der Forschung empfehlen Mediziner eine besondere Kost für hyperaktive Kinder. Diese Diät ist im Grunde genommen einfach. Hyperaktive Kinder sollten möglichst viel frisch gekochte Kost mit wenigen chemischen Zusätzen essen. Die gute alte Hausmannskost ist die beste Diät. Zugleich sollte bei vielen ADHS – Kindern auch besser der Zuckerkonsum eingeschränkt werden. Viele Lebensmittel wie Softdrinks, Cola, Eistee oder Fruchtsäfte enthalten versteckten Zucker. Die tägliche Nahrung wird am besten mit viel Obst und Gemüse aus biologischem Anbau ergänzt. Dazu bedarf es noch nicht einmal teurer Lebensmittel aus dem Biomarkt. Selbst auf dem eigenen Balkon in der Großstadt kann man sich mit Geschick Tomaten, Paprika und Erdbeeren sowie anderes Gemüse selbst ziehen. Das ist nicht nur gesund, sondern macht auch Spaß. Die Experten empfehlen weiterhin viel Vollkornbrot und Hülsenfrüchte als Quellen für Vitamin B. Fisch ist ebenfalls empfehlenswert. Lebensmittel mit viel Phosphorsäure (zum Beispiel als Konservierungsstoff in Cola) jedoch und exotische Früchte sollten besser gemieden werden.

Ehe die Eltern den Schritt unternehmen, die Hyperaktivität ihres Kindes durch Medikamente in den Griff zu bekommen, ist es besser, zu versuchen, die Störung mit nichtmedikamentösen Methoden in den Griff zu bekommen. Zwar sind Medikamente erhältlich, die die Störung unter Kontrolle bringen, aber einerseits besitzen alle Medikamente Nebenwirkungen, besonders wenn sie über lange Zeit eingenommen werden, zum anderen bekämpfen Medikamente nur die Symptome und nicht die Ursachen des Problems.

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