Ritalin

RitalinRitalin ist ein Medikament, welches zur Gruppe der Amphetamine zählt. Es unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und jede Verschreibung muss gemeldet werden. Wie andere Amphetamine hat der Stoff eine stimulierende Wirkung, die ihn zu einer beliebten Droge macht. Heutzutage wird das Medikament namens Ritalin vorrangig zur Behandlung von Hyperaktivität eingesetzt aber auch Narkolepsie-Patienten bekommen es verschrieben. Wegen der Verschreibung an hyperaktive Kinder hat die Verwendung von Medikamenten wie Ritalin in den vergangenen Jahren stark zugenommen; aufgrund der partiell gravierenden Nebenwirkungen wird es vor allem Kindern nur ungern verschrieben.

Bei Kindern beobachtet man häufig eine Verzögerung des Wachstums. So kommen Ritalin-Patienten meist später in die Pubertät und können nur schwer Gewicht aufbauen. In der Regel normalisiert sich das Wachstumsverhalten, sobald das Medikament abgesetzt wird. Ein weiteres Problem ist, dass der Appetit zurückgeht, wodurch Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme eingeschränkt wird. Diesem Nebeneffekt kann entgegengewirkt werden, wenn das Medikament erst nach dem Essen konsumiert wird oder die Hauptmahlzeit auf eine Zeit verlegt wird, in der der Stoff nicht mehr wirkt. Bei den meisten Patienten stellt sich diese Nebenwirkung nach einigen Monaten wieder ein.

Seit den 90er Jahren nimmt auch der Missbrauch von Ritalin zu. Unter anderem nutzen Universitäts-Professoren und Studenten den Wirkstoff von Ritalin, um mehrere Nächte wach zu bleiben und dadurch die Strapazen bewältigen zu können. Auch die konzentrationssteigernde Wirkung wird von Schülern und Studenten gerne in Prüfungen ausgenutzt. Weiterhin ist es eine begehrte Party-Droge. In der Regel wird das Medikament in Tablettenform für den oralen Konsum verschrieben. Als Droge wird es aber oft zermalmt und nasal eingenommen. Ebenfalls beobachtet wurde das Auflösen der Tabletten in Wasser, um die Mischung zu spritzen. Dabei werden durch die unlöslichen Bestandteile oft Blutgefäße verstopft, was zu ernsten Schäden an den inneren Organen führen kann.

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